Positiv ist überraschender Weise, dass er sich trotz der Laufzeit nicht gezogen anfühlt. Insofern kann ich diesmal tatsächlich auf meinen Standardtextbaustein verzichten.

Die Actionszenen machen schon Laune, aber stellenweise ist das Ganze doch schon recht konfus/verwirrend.

Und das ist auch das große Problem des Films. Ich bin mir noch nicht sicher, ob durch die hohe Schlagzahl nur der zugrunde liegende Mumpitz kaschiert wird und das beim mehrmaligen Sehen zunehmend schwachsinnig wird oder ob es im Gegenteil bei näherer Beschäftigung mit dem Film immer mehr Sinn ergibt. Spielt aber auch eigentlich keine Rolle, weil meines Erachtens beides für einen 150-Minuten-Streifen das Klassenziel verfehlt.

Ein Film darf gerne zum Diskutieren und Grübeln anregen, aber er ist halt kein Fachbuch für ein 6-Semester-Studium, das man in mühevoller Kleinarbeit durcharbeiten muss. Irgendwann kippt das Pendel von anspruchsvoll auf schlecht aufgearbeitet/umgesetzt.

Ich fand Tenet schon durchaus irgendwie sehenswert, aber als großen Wurf würde ich ihn jetzt nicht bezeichnen.

Kann man sich anschauen, muss man aber nicht...